Danke ... Und wofür genau? Der unschätzbare Wert einer ausgesprochenen Dankbarkeit

Kennen Sie diesen einen Moment der einen Vulkan an Gefühlen lostritt, wenn man aufrichtige Dankbarkeit verspürt?
Haben Sie sich schon einmal für die selbstverständlichsten Dinge und Menschen in Ihrem Leben bedankt?
Waren Sie auch schon einmal innerlich so bockig, bei Aufforderung sich sich bei einem Menschen zu bedanken, den man eher anschreien o.ä. will? Ausgerechnet bei den Menschen die Sie innerlich am meisten für Ihr Unglück, Ihre Härte oder für andere Dinge verantwortlich machen, sollen Sie sich freizügig bedanken. Na, kommt der Gedanke auf – Niemals!? Haben Sie sich schon einmal die Frage gestellt, ob das ganze vielleicht einen Sinn hatte. Haben Sie sich jemals die Mühe gemacht ihren Gegenüber zu Fragen, warum er genau das gemacht hat? Sie glauben gar nicht wie unendlich anstrengend und erleichternd es sein kann. Auch ich hatte solche "Arschengel", wie Robert Betz sie nennt. Auch ich habe viel Mut und Offenheit benötigt, um zu erkennen, dass es nicht um daher kriechen, verzeihen oder ähnliches geht. Es geht um den Dank für eine Erfahrung die einem beide Seiten der Medaille zeigen kann. Einerseits das Verschließen vor ähnlichen Erfahrungen, oder andererseits die Offenheit und das Erkennen, das alles seinen Nutzen hat. 
Also warum nicht einmal überlegen welche Perspektive der Andere hatte und ob man EINFACH MAL SO von Herzen aus DANKT und innerlich von alleine ein Vergeben und Öffnen ergibt. 

HEBAMME

  1. Wie viel Schmerzen wohl eine Mutter auf sich nimmt, um ein Wesen auf die Welt zu bringen, dass man sich wünscht?

  2. Wie viel Distanz braucht eine Hebamme um Professionell zu handeln, wenn ein Mensch vor Schmerzen am liebsten kapitulieren würde, obwohl sie sich dieses Wesen so sehr gewünscht hat?

  3. Was ist das Besondere am Durchalten von Mutter und Hebamme?

Ich bedanke mich bei der Frau, die meiner Mutter half mich gesund auf die Welt zu holen. Komplikationen und Professionalität schenkten der Hebamme den Mut meine Mutter in dem Moment anzuschreien als sie aufgeben wollte.

GROSSELTERN

  1. Mit welchen Hoffnungen begegnen Großeltern ihren Enkelkindern?

  2. Was kann alles bei der Pflege der Enkelkinder heilen, was sie bei ihren eigenen Kindern versäumt haben, um das Überleben zu sichern?

  3. Was ist das Besondere an Großeltern?

Ich bedanke mich bei meinen Großeltern für aufrichtige Liebe, Umgangsformen nach Knigge und das Verständnis von unterschiedlichen Sichtweisen der Generationen. Blicke ich zurück, empfinde ich eine tiefe Demut für soviel Achtsamkeit uns Enkelkindern (7 Stück) gegenüber. Faszinierend wie sie es geschafft haben jeden in seinen Wünsche gerecht zu werden. Meine Wenigkeit durfte immer stundenlang mit meinem Opa Rad fahren, die Pferde aus dem Stall holen und meine Willensstärke spüren lernen. Jedes mal wenn er zu viel von meiner unermüdlichen Energie hatte, rief er meine Oma, die durch weitere Aktivitäten ihr Bestes gab meine Reserven zu aktivieren, so dass ich Abends erschöpft und ohne Widerworte ins Bett fiel. Die gute Nachtgeschichte, der liebevolle Kuss auf die Stirn und das Kissen richten waren die Rituale die sie bei all ihren Enkelkindern konsequent vollzogen. Die Pflichtlektüre, die mir heute noch als Basis zwischenmenschlicher Begegnung sehr hilfreich ist, sind die Umgangsformen die Bitte und Danke, der Respekt vor den jeweiligen Bedürfnissen und der Satz "der Ton macht die Musik". In Anerkennung der Leistung meiner Großeltern senke ich den Kopf und bedanke mich von Herzen für diese Geschenke. 

KINDERGARTENFREUNDE

  1. Wie viel Wundern reißen Kinder in Kinderherzen, ohne das sie es bewusst tun? Und wie gehen Eltern damit um, wenn man es Ihnen erzählt?

  2. Sind Kinder wirklich noch so frei in Ihrem Wesen, oder haben Sie schon Unmengen an Erziehung erlebt, dass sie der Spiegel der Erziehung sind?

  3. Was ist das Besondere an Kindern? Ihre Leichtigkeit, ihre Gleichgültigkeit, Ihre Hingabe gemeinsam zu erleben, ohne zu bewerten? Was macht Kinderherzen so Besonders?

Ich bedanke mich bei den Kindern, die mich in dem Moment blöd fanden, als ich mich entschied meine Zeichnungen zu Ende zu machen statt Küsschen einzusammeln. Dass es Jungen gab denen es egal war, dass ich ein Mädchen war und mich mit auf die große Kastanie hoch zum Gipfel nahmen. Der größte Dank geht an die Kinder die mich nicht in eine Schublade steckten, sondern das Spielen, die Leichtigkeit und die Neugierde in den Mittelpunkt stellten. 

 LEHRER

  1.  Mit welchem Druck lehren Lehrer?

  2. Sind die Klassen wirklich den Schüler - Lehrer - Schlüssel gerecht? Oder sind diese einfach nur überfüllt?

  3. Wie stark ist das Studium wirklich auf die Förderung der individuellen Menschen ausgerichtet? Mit welcher Pflichtlektüre sind Lehrer zufrieden, um Schüler aus ihrer Pflicht zu entlassen?

Ich bedanke mich für Jahre des Versuchs mich zu erziehen, mir gesellschaftliche Normen aufzuerlegen und die Aufgabe mich verbiegen zu wollen. Wenn ich daran denke, wie groß die Klassen waren in denen ich saß, stelle ich mir bis heute die Frage wie ich es geschafft habe über die Addition von 1+1 zu kommen. Dies lag an den Momenten in denen sich ein Lehrer Zeit für mich und meine Fragen nahm. In den Bereichen, die mich wirklich interessierten erhielt ich die passenden Lektionen. Ob es diesen Lehrern bis heut bewusst ist, das ich nicht die vom Ministerium vorgegeben Lektionen für mein Leben gelernt habe, sondern über die Art wie Menschen zu unterrichten sind, wie man neugierigen Kindern respektvoll begegnen kann und welcher Weg der fruchtbarste ist jemanden wachsen zu lassen. In der größten Dankbarkeit wende ich mich an die Lehrer, die mich am meisten gehasst haben für meine märtyrerischen Fragen, die Aufmüpfigkeit wenn es um Prinzipientreue der Klasse ging und um kreative Lösungswege die nicht im Lehrbuch standen. Sie schenkten mir die Achtsamkeit dafür, dass nicht jeder Lehrende offen für Wachstum ist und Individualität nicht im Lehrbuch vorkommt. 

PROFESSOREN

  1. Welche Risiken gehen Professoren ein, um wirklich zu fördern?

  2. Welcher Bequemlichkeit müssen diese entkommen, um die Neugierde der Studenten zu wecken?

  3. Ab wann sind Professoren der Ansicht, dass die Studenten nach ihrer Lehre bereit sind für das Berufsleben?

  4. Was ist das Besondere an Ihren Professoren gewesen?

Ich bedanke mich ganz besonders bei zwei Professoren für die unermüdliche Hoffnung mir ihr ganzes Wissen binnen vier Jahren ins Gehirn einzuflößen und aus mir eine Spezialistin zu machen. Mit einem lächelnden Auge aus der heutigen Sicht muss ich sagen, sie haben ihr Bestes gegeben. Kaum eine Studentin hatte diese exklusiven Vorzüge erhalten, wie ich es bekam. Sie waren fasziniert von etwas in mir, das ich damals nicht erkannte. Sie tauschten sich sogar untereinander aus. Dies war zu meiner Studienzeit noch nicht üblich. Somit hatte ich diese wunderbaren Menschen in meiner Studienzeit als Begleiter, die um meine Mutterrolle und den ungestillten Wissensdrang in deren Bereichen wussten. In Anerkennung ihrer Sichtweise auf meine Person, dass Begleiten durch kraftraubende Zeiten und das zukneifen 4er Augen um mich an Prüfungen teilnehmen zu lassen, die andere schon einige Stunden vorher geschrieben hatten, damit ich Entscheidungen 10 Meter neben der Uni im Krankenhaus zum Wohle meiner Tochter treffen konnte. Ebenfalls bedanke ich mich bei der wunderbaren, geduldigen und herzensguten Sekretärin, die mir auch außerhalb der Sprechzeiten die Türen öffnete, wenn ich abgehetzt vom Kindergarten kam und gleich wieder zur Arbeit musste. Sie hatte nicht nur eine offene Tür für uns Studenten, sondern auch immer einen Müsliriegel für meine Tochter. Sie schenkte mir die Gewissheit, dass Sekretärinnen das Herz einer jeden Unternehmung ist.

 MENTOREN 

  1. Wissen Mentoren dass sie von ihren Lehrenden dazu berufen wurden? 

  2. Welche Auswirkung kann Hingabe haben

  3. Was macht Mentoren Besonders?

Ich bedanke mich bei Menschen die mir Lektionen mitgaben, auch wenn ich die Hälfte von ihnen niemals persönlich kennenlernen durfte
Maria Montessori: Hilf mir es selbst zu tun. Sei der Baumeister deiner Selbst.
Götz Werner: Wirtschaft besteht nur durch die Menschen die Sie gestalten.
Peter S.: Eine Entscheidung kann jeder treffen, nur deine für dich Richtige findest du nur, wenn du deiner inneren Autorität folgst. 
Bernd K. Glaube an dich, denn wenn du es nicht tust wer tut es dann.
Michael Ende: - Beschreibe eine Welt für Kinderaugen, dann erreichst du auch die Erwachsenen
Steve Jobs: - Die perfekte Form erhält am Anfang keine Zustimmung, zuletzt bereichert sie die Welt.
In Anerkennung ihrer Veröffentlichungen und Aktivitäten nehme ich eine Mischung aus allem mit, dass mir zeigt das Wirtschaft nicht ohne Menschen, Menschen nicht ohne Talente und Talente nicht ohne Selbstvertrauen funktionieren.

KOMMILITONEN 

  1. Was ist die Größte Herausforderung von Menschen die ein Berufsziel haben und doch zwischenmenschlich vollkommen verschieden sind

  2. Was Verbindet?

  3. Welche Kommilitonen waren für Sie Besonders?

Bei ihnen bedanke ich mich für die Erkenntnis, dass mein Leben anders herum verläuft und ich auch dann auf nichts verzichten brauche.

Denke ich zurück ertappe ich mich bei einem Schmunzeln. Was ich alles mit diesem lernwilligen, chaotischen, hoch strukturierten und planlosen Haufen erleben durfte. Die einzige Zeit die für alle im gleichen Takt schlug, waren die Präsenzzeiten in einem Seminar und die Klausuren. Manche feierten wochenlang durch und erschraken sich über die anstehenden Prüfungen, andere arbeiteten soviel, dass sie in den Nachtschichten die Pausen der schnarchenden Patienten nutzen um in die Bücher zu schauen oder verbanden sich mit anderen Gleichgesinnten und machten Party. An Anerkennung der Geduld meiner Weggefährten in meiner Studienzeit bedanke ich mich von Herzen bei Niels, Michael und Juliane. Sie ließen mich mein Tempo laufen und blieben ruhig, wenn ich zu schnell wurde. 

ARBEITSKOLLEGEN

  1. Womit haben Arbeitskollegen am meisten zu tun, wenn ein Neuer kommt?

  2. Welche innere Haltung könnten sie bei Jemanden entwickeln, der seine Talente leben möchte und sich nicht anpasst?

  3. An welchem Punkt kann man zwischenmenschliche Stolpersteine überwinden? 

 

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Ich bedanke mich für lehrreiche Stunden und die Erkenntnis das ein CV (Lebenslauf) ein Stück Papier ist mit dem man sich nichts kaufen kann. Hervorragend ausgebildete Menschen taten ihr Bestmögliches um mich in Themen einzuarbeiten, die für sie im ersten Schritt zusätzlichen Arbeitseinsatz bedeuteten. Im Personalbereich ging es immer um wer kann was, wer ist am meisten Wert und wie kann man ihn durch Anreize halten oder vermitteln. Was keiner von uns gelernt hat, war die Frage nach den ganzen Fragen zu stellen. Was bist du noch Wert wenn du keine Nachweise/Zertifizierungen hast? Wodurch erhältst du deine Anerkennung wenn nichts mehr da ist? Diese Frage lehrten mich meine Kollegen, die es verstanden über den Tellerrand zu schauen. In Anerkennung ihrer Achtung vor dem Menschen bedanke ich mich bei ihnen von ihnen Hilfestellungen erhalten zu haben. 

 VORGESETZTE / CHEF

  1. Wie Nerv tötend müssen Mitarbeiter sein, die nicht genauso sind  wie man selbst?

  2. Welche Angst wohl in Unternehmern steckt, ihre Unternehmung wirtschaftlich zu halten?

  3. Wie anstrengend es wohl für Chefs ist niemals durchzuatmen und immer Angst zu haben das Leben der Mitarbeiter nicht kontrollieren zu können?

Ich bedanke mich bei meinen Geschäftsführern und Vorgesetzten, dass sie mir zeigten, dass es einen Unterschied von Qualität und Quantität gibt.  Ich durfte in der besten und etabliertesten Personalberatung mein Können und Wollen unter Beweis stellen. Ich war jedes Mal fasziniert davon, mit welcher Perfektion und geschultem Auge mein Chef Projekte bearbeitete. Mit welcher Genauigkeit er auf jedes Detail achtete, um der Qualität seiner Arbeit gerecht zu werden. Von einem anderen erfuhr ich, dass jeder Mensch seine Qualitäten hat und man diese herausarbeiten kann. Die Letzte zeigte mir, wie man zwar Massen bearbeiten kann und den Menschen dabei trotzdem nicht aus dem Auge verliert. In Anerkennung ihrer Fähigkeiten bedanke ich mich für die Möglichkeit von Ihnen lernen zu dürfen. Ebenfalls bedanke ich mich für das Erkennen, dass eigene Lebensbaustellen nicht trennbar sind vom Umgang zu seinen Mitarbeitern.

 PARTNER 

  1. Was ist das Besondere wenn man mit seinem Partner als Wegbegleiter sein Leben beschreitet?

  2. Welche Opfer nehmen Menschen auf sich, um zu Lieben?

  3. Woran erkennt man das es wirklich Liebe ist die frei lässt und nicht klebt wie Kaugummi?

 

An erster Stelle bedanke ich mich bei dem Vater unserer Tochter für dieses wunderbare Geschöpf. Insgesamt geht der Dank an meine Partner für die Erkenntnis, dass ich bis heute noch nicht weiß was Liebe ist. Ich weiß jedoch, dass ich wirklich tolle Männer an meiner Seite hatte, die jeder für sich einfach wunderbar waren und meine Emotionen Achterbahn fahren ließen. In Anerkennung ihrer Leistung mein Herz schlagen zu lassen, bedanke ich mich für diese wunderschöne Erfahrung.

 GESCHWISTER

  1. Wie sich wohl Geschwister fühlen, wenn man nicht im Mittelpunkt der Liebe der Eltern steht?

  2. Wie man wohl Kinder in ihrer Einzigartigkeit wachsen lassen kann, ohne den anderen hinten anzustellen?

  3. Was macht das Zusammenleben mit Geschwistern Besonders?

Ich bedanke mich bei meinen Geschwistern für ihre Vielfältigkeit, für die Möglichkeiten zu lernen, dass Familie ein Bündnis ist, dass ewig hält und man sich hassen und dann irgendwann wieder lieben kann. Meine Schwester meinte gestern zu mir, sie geht ihren Weg und das nur weil ich sie immer gefragt habe, sie nicht aufgegeben habe, sondern meine Wahrnehmung nutzte um ihr Bewusstsein zu wecken. Wenn ich daran denke, wie oft wir uns alle untereinander bis aufs Blut gestritten haben. Alle Störgefühle waren dabei. Neid auf die Mehrzeit, die Sonderwünsche oder das Loben der Geschwister. Der Zorn weil ich sitzen bleiben musste, während alle anderen schon aufstehen durften. Die Missachtung bei gekränkter Eitelkeit. Der Stolz auf besondere Leistungen, der Herabsetzung des anderen mit sich brachte. Die Begierde mehr als der andere zu bekommen, weil man grundsätzlich zu kurz kam (Das traf nicht zu, fühlte sich aber so an). Die Eifersucht weil der andere häufiger Liebe bekam und grundsätzlich liebenswerter erschien. In Anerkennung der hohen Leistung mir das Leben zur Hölle zu machen, bedanke ich mich für die Verbundenheit alles ausleben zu können, ohne direkt das Band durchgeschnitten zu wissen. 

TOCHTER 

  1. Wie es wohl für Kinder ist im Mittelpunkt des Lebens der Eltern zu stehen?

  2. Womit Kinder sich auseinandersetzen müssen, wenn es das Kind der Eltern ist?

  3. Wogegen sie sich auflehnen müssen, um ihr eigenes Wesen leben zu können und nicht nur Abklatsch der Eltern und der Erziehung sind?

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Puh. Kann man das in Worte fassen? Ich glaube nicht wirklich. Es wäre gleichzusetzen mit dem Versuch die Welt und ihre Zusammenhänge in drei Sätzen zu erklären und sich für diese Vielfalt zu bedanken. 

Bähmmmm!

Das ist der Dank an meine Tochter. Sie ist mein Urknall, mein Spiegel, meine größte Herausforderung, die unbeschreiblichste Liebe meines Lebens und die tiefgründigsten Lernfelder die mich manchmal schier zur Verzweiflung bringen.
In Anerkennung meiner Tochter bedanke ich mich bei ihr, dass sie sich mich als Mutter heraus gesucht hat um zu wachsen. Das sie mir zutraut, dass ich ihr vertraue, ohne sie zu beengen, zu verbiegen oder ihr mein "man muss so und so sein" aufs Auge zu drücken. 

VATER 

  1. Welches Leid Väter ertragen müssen, wenn sie sich für ein Kind entscheiden?

  2. Was wollen Väter erfüllt wissen?

  3. Was ist das Besondere an einem Vater?

Ich bedanke mich bei meinem Vater für seine bedingungslose Liebe, für seine eisernen Nerven und sein bedingungsloses Vertrauen in mich. Sitze ich nun mit meinem Vater zusammen, müssen wir lachen, über viele Situationen die ihm und mir fast den letzten Nerv gekostet haben. Wie oft er schon unter Körperschmerzen mir seine Hand anbot, damit ich meine Schmerzen ableiten konnte. Sei es im Krankenhaus, als er mir seine Hand anbot, in die ich reinbeissen durfte, während mir ein rostiger Nagel aus dem Fuss entfernt wurde, bei Liebeskummer bei dem er mich mit den schüttelartigen Heulkrämpfen fest im Arm hielt oder einfach den Schmerz in seiner Brust, wenn er erkennen musste, dass er mir nicht her rufen kann, sondern ich diese Erfahrung selber machen muss. In Anerkennung dieser Last meine Schmerzen mit zu tragen bedanke ich mich aus vollem Herzen für diesen wunderbaren Vater, der das Ähnliche bei all meinen Geschwistern aushalten musste. Und immer noch mit Selbstverständlichkeit jeden weiteren Moment von heute bis wann auch immer macht. 

 MUTTER

  1. Mit welchen Wünschen birngt sie das Kind auf die Welt?

  2. Was ist ihre größte Herausforderung bei dem aufwachsen lassen ihres Kindes? 

  3. Was macht Mütter so Besonders?

Ich bedanke mich bei meiner Mutter, dass sie ihre ganze Kraft bündelte, um mich auf diese Welt zu bringen. Das sie mich mit all ihrer Liebe und Kraft grosszog und ihr bestmögliches Tat, um mich als Individuum wachsen zu lassen. Ich bin mir erst Heute darüber bewusst, wie viel Überwindung es kostet loszulassen, zu vertrauen und alle Mädchen-/Kinderallüren anzunehmen. Wie sehr sie sich wohl manchmal gedacht hat, dieses Kind ist zum aus der Haut fahren. Kann sie nicht einmal das machen, was man ihr sagt. Ich weiss es nicht.  Ich weiss das ich meiner Mutter meine Anerkennung von Herzen schenke. Das sie ihre Kraft, ihre Hingabe und vollkommene Liebe hat walten lassen um mich auf diese Welt zu bringen. Ich weiss, dass sie alles in ihrer Macht stehende getan hat, damit ich heute dort stehen kann, wo ich stehe. Mitten im Leben.

34 Jahre Dank um einen Schritt weiter zu gehen 

Schon alleine 34 Jahre Leben können einem zeigen wie viele Menschen an dem Wachstum eines Menschen mitwirken. Das die Gemeinschaft einen enormen Einfluss auf ein Lebewesen hat und dass sich viele oft nicht die Zeit nehmen, um zu reflektieren welcher Teil man nun selber und was davon eine tiefe Konditionierung ist. Es ist kein Muss, jedoch würde es einiges im Zwischenmenschlichen erleichtern. 
Meine Erfahrungen haben mich wachsen lassen. Sie beinhalteten jeden Moment die Versuchung andere für mein Denken, Handeln und Erleben verantwortlich zu machen, Mich selber zu verachten, Mauern aufzubauen die Offenheit für Neues unmöglich machen und Rollen in meinem Leben für anderleuts wohlwollen zu spielen, die nicht authentisch sind. 

  1. Mein Leben hat mir gezeigt, das es an der Zeit ist etwas zu ändern. 
  2. Transparenz walten zu lassen, um einen respektvollen Umgang zu ermöglichen. 
  3. Kommunikation in Form individueller Belange zu gestalten.
  4. Und sich nicht mehr zu verstecken, wenn man sich gefunden hat. 

Und wem sind Sie Dankbar? Und weiß derjenige das auch? Auch die, die sie im ersten Moment am meisten ablehnen?
Was hindert sie daran es einmal auszuprobieren?
Angst? Wovor? Im Schlimmsten Fall erhalten sie ein Lächeln des Gegenübers!

Was glauben Sie was passiert, wenn man sich als der zeigt der man ist? Sie wissen es nicht? Ich auch noch nicht ganz... daher bleibt der Titelfür den 30.04.2015 noch offen